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Yoga Philosophie

Ganesha


Ganesha

Ganesha, der Herr aller Wesen ist der Sohn Shivas und Parvatis. Die Hindus verehren Ganesha (Gott mit Elefantenkopf) als einen der prominentesten und beliebtesten der angebeteten Gottheiten. Ganesha ist auch mein Liebling. Jede Puja – der hinduistische Gottesdienst – beginnt mit einem Gebet an ihn. Ganesha wird angebetet, wenn man Glück für den Weg oder eine Unternehmung braucht, er steht für jeden Neuanfang und verkörpert Weisheit und Intelligenz.

Zu seinen Angelegenheiten gehören die Poesie, Musik und Tanz und er ist der Herr über die Wissenschaften. Die meisten Kaufleute betrachten ihn als ihren Schutzherrn. Für viele fromme Hindus ist das erste, was in ein neues Haus kommt, eine Statue des Ganesha. Diese segnet das Haus und verheißt Glück.



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Shiva

Shiva, der Zerstörer, der auch Gott der Yogis genannt wird, symbolisiert das Streben, den Tod und die Veränderung. Er zerstört auch Illusionen, Konzepte, Muster und Gewohnheiten. Shiva schafft Platz für Neues und macht Transformation möglich. Dargestellt wird er vielfach mit Dreizack und lodernden Haaren oder als Tänzer.


Om

Om ist ein Laut, der seit Jahrtausenden verwendet wird, um Körper, Geist und Seele zur Harmonie zu bringen. Om ist das natürlichste und größte Mantra, der Urklang oder Urlaut. Om besteht eigentlich aus drei Silben: A – U – M, sowie der Stille die danach kommt. Dies kannst du auch im Symbol für Om erkennen. Was aussieht wie eine 3, ist das „A“, die schlangenförmige Linie rechts ist das „U“ und der Halbmond darüber ist das „M“. Der Punkt wird als „Bindu“ bezeichnet. Dieser steht für das Unendliche, das Ewige, die Stille, die Transzendenz.

Obgleich Om aus drei Buchstaben besteht, wird es dennoch typischerweise Om gesprochen und gesungen.


Das Gesetz von Karma

… dem Kreislauf von Ursache und Wirkung, bildet auch die ethische Grundlage für Yoga, nach der jede Handlung Konsequenzen hat, ob in diesem oder in einem späteren Leben. Jeder trägt demnach die Verantwortung für seine Handlungen und kann im Rahmen seiner Möglichkeiten das Resultat seines Handelns beeinflussen. Entsprechend wird er Nutznießer eines guten Karmas oder aber er wird früher oder später unter schlechtem Karma zu leiden haben.


Die 3 Gunas

  • Sattva: Reinheit, Ausgeglichenheit, Klarheit, Heiterkeit, Leichtigkeit, Ernährung: z.B. Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Gemüse und Salat, Obst
  • Rajas: Aktivität, Impulsivität, Ruhelosigkeit, Leidenschaft, Wachstum, Wechsel, Ernährung: z.B. Kaffee, scharfe Gewürze, schwarzer Tee, weißer Zucker, Weißmehl und Weißmehlprodukte
  • Tamas: Schwere, Ignoranz, Dunkelheit, Schwerfälligkeit, Trägheit, Ernährung: z.B. Fleisch, Fisch, Tabak, Alkohol, Fertiggerichte

Das Bestreben eines Yogis ist es, in all seinen Handlungen, Gedanken und Gefühlen (auch bei der Ernährung) so sattvisch wie möglich zu sein. Pures Sattva ist in der materiellen Welt zwar nicht erreichbar, aber Körper und Geist können mit den Techniken des Yoga dahin gebracht werden, die negativen Einflüsse der Qualitäten Tamas und Rajas zu reduzieren. Tamas wird durch Rajas und Rajas durch Sattva überwunden.


Die 5 Kleshas

Die Störfaktoren im Geist, eine Vielzahl von Hindernissen, die den Geist immer wieder aus der Ruhe bringen.

1. Avidya – die subjektive Wahrnehmung – falsches Wissen

Die menschliche Wahrnehmung ist geprägt von zuvor erworbenem Wissen, von Erfahrungen die im Verlauf des Lebens gemacht wurden, von Wünschen und Träumen, bestimmten Vorstellungen und Erwartungshaltungen – den eigenen und vor allem auch von denen der anderen. Die Wahrnehmung ist somit niemals objektiv, sondern immer subjektiv und wird somit für wahr gehalten und dazu genutzt die „Welt“ zu beurteilen.

2. Asmita – das Ego

Asmita bezeichnet sowohl die falsche Einschätzung der eigenen Person als auch einen übertriebenen Egoismus. Das eigene Selbstbild ist geprägt durch Wahrnehmungen und Meinungen anderer. Diese Aussagen prägen sich ein, bis man glaubt, tatsächlich so zu sein, wie die anderen sagen. Daraus können Minderwertigkeitsgefühle ebenso wie ein überhöhtes Selbstwertgefühl resultieren. Die Gedanken kreisen ständig um einen selbst und man betrachtet sich als den Nabel der Welt.

3. Raga – unbedingt immer wieder haben wollen…

Raga drückt den Wunsch nach Bedürfnisbefriedigung aus und dem Festhalten an Vorlieben – was sich auch in Gier oder in Süchten ausdrücken kann.

4. Dvesha – auf gar keinen Fall wieder haben wollen…

Dvesha, das Gegenteil von Raga – eine übertriebene Ablehnung von Dingen, die auf schlechten Erfahrungen oder Vorurteilen beruhen. Anstatt einer Situation oder einem Menschen offen gegenüberzustehen, bestimmt Dvesha, in diesem Fall Schubladendenken und negative Gedanken, das Handeln.

5. Abhinivesha – die Angst vor Unbekanntem

Eine Angst, die nicht unbedingt auf einer Erfahrung, sondern auf der Annahme basiert, dass etwas schiefgehen könnte. Hier finden sich auch im Alltag genügend Anlässe, sich von Angst beherrschen zu lassen, die meist unbegründet ist. Angst hat durchaus ihre Berechtigung als Schutzfunktion. Kann der Geist aber nicht zwischen einer berechtigten und einer unberechtigten Angst unterscheiden, wirkt sich dies als Lähmung auf ihn aus. So ist er außerstande, mit Klarheit wahrzunehmen, zu entscheiden und zu handeln.


Der achtgliedrige Pfad

Durch Yogapraxis, offenen Geist & offenem Herzen, kann man sich Schritt für Schritt von den eigenen Mustern und Blockaden, den Meinungen und Erwartungshaltungen anderer befreien. Zumindest lässt sich dabei lernen, diese zunehmend besser zu erkennen und bewusster mit ihnen umzugehen. Und wer weiß, vielleicht erreichst du eines Tages doch die ganz große innere Freiheit?

1. Yamas – der Umgang mit der Umwelt

  • Ahimsa – Gewaltlosigkeit auch in Worten und Gedanken, bewusster, rücksichtsvoller Umgang mit der Umwelt, anderen Lebewesen und mit sich selbst.
  • Satya – Wahrhaftigkeit, authentisches Verhalten – nichts vorzugeben was nicht wahr ist, auch nicht aus falscher Rücksichtnahme. Ziel ist die Wahrheit so gut es geht zu formulieren, ohne jemandem absichtlich oder unnötig zu schaden.
  • Asteya – nicht stehlen – sich nicht mit fremden Federn schmücken, Ideen klauen oder Vertrauen missbrauchen.
  • Brahmacharya – Maßhalten in allen Lebensbereichen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
  • Aparigraha – nicht Horten – wie viel man tatsächlich von etwas (z.B. Lebensmittel, Raum, Anerkennung, Ruhm) braucht.

2. Niyamas – der Umgang mit sich selbst

  • Shaucha – Reinheit, bewusste Ernährung, Asanapraxis, auch Reinheit der Gedanken.
  • Santosha – Zufriedenheit – auf materieller, körperlicher, intellektueller Ebene – sich selbst zu akzeptieren.
  • Tapas – Selbstdisziplin.
  • Svadhyaya – Selbststudium, Selbstreflexion, sich und sein Verhalten zu beobachten, zu analysieren und zu reflektieren.
  • Ishvara Pranidhana – Vertrauen in einen höhere Kraft, eigene Grenzen erkennen und akzeptieren, dass vieles nicht im Einflussbereich der eigenen Macht liegt.

3. Asana – der Umgang mit dem Körper

Stabilität, feste Ausrichtung in den Asanas, Erdung sowie Leichtigkeit & Freude – Harmonie finden im Gegensätzlichen.

4. Pranayama – der Umgang mit dem Atem

bewusste Lenkung der Energie, d.h. Regulierung und Ausdehnung des Atems. Durch das Einüben einer bewusst gesteuerten Atmung werden Körper und Geist beruhigt, wodurch Blockaden aufgelöst werden und Energie besser fließen kann.

5. Pratyahara – Zurückziehen der Sinne

lernen, die Sinnestüren zu schließen, dass der Geist äußere Reize noch wahrnimmt aber nicht mehr auf sie reagiert.

6. Dharana – Konzentration

vollständige Konzentration auf einen Gegenstand, ein Tun, eine Frage, eine Sache und dabei verweilen.

7. Dhyana – Meditation

in der Meditation neutraler Beobachter sein. Der neutrale Beobachter akzeptiert alles, was er sieht – ohne es zu bewerten und zu beurteilen, ohne einzugreifen oder etwas ändern zu wollen.

8. Samadhi – die innere Freiheit

Die Lotusblüte ist im Hinduismus und Buddhismus das Symbol der Reinheit. Den Yogis gilt sie auch als Symbol für Samadhi – das Höchste.